Handbuch · Aufgaben
Der Bonus-Pool
Pflichtaufgaben sagen dem Kind, was zu tun ist. Der Bonus-Pool macht das Gegenteil: Er legt ein Angebot aus, und das Kind entscheidet selbst, ob es zugreift. Das ist der Unterschied zwischen Anweisung und Autonomie.
Wie der Pool funktioniert
Bonus-Aufgaben landen nicht direkt im Dashboard eines Kindes, sondern in einem gemeinsamen Pool. Kinder sehen dort, was gerade zu holen ist, und greifen sich eine Aufgabe selbst. Erst dann taucht sie in ihrer Liste auf.
Der Ablauf hat drei Zustände, die ihr im Eltern-Bereich unter Aufgaben auch alle seht:
- Im Pool — offen, noch von niemandem genommen.
- Gegriffen — ein Kind hat sie sich geholt und arbeitet daran.
- Erledigt — abgehakt, Münzen sind gutgeschrieben.
Verfügbarkeit: wie oft eine Aufgabe im Pool liegt
Beim Anlegen legt ihr fest, wie viele Exemplare einer Bonus-Aufgabe bereitliegen — 1 bis 10. Diese Zahl ist unabhängig von der Anzahl der Profile, und genau das wird oft missverstanden:
- Verfügbarkeit 1 heißt: Die Aufgabe ist weg, sobald ein Kind sie genommen hat. Gut für Dinge, die es nur einmal gibt — „Auto waschen".
- Verfügbarkeit 3 heißt: Drei Kinder können sie parallel greifen, oder ein Kind kann sie dreimal machen. Gut für Wiederholbares — „Wäsche zusammenlegen".
Im Text lässt sich das direkt mitschreiben: Auto waschen bonus 10 Münzen 2x.
Warum nur wenige gleichzeitig
Ein Kind kann höchstens 2 Bonus-Aufgaben gleichzeitig offen halten. Das gilt unabhängig von Premium und ist eine bewusste Entscheidung, keine Verkaufsschranke.
Der Grund ist praktisch: Ohne Grenze greift sich ein motiviertes Kind am Samstagmorgen den gesamten Pool, erledigt zwei Aufgaben und blockiert den Rest für die Geschwister. Mit einer kleinen Grenze muss es sich entscheiden — und Entscheiden ist genau der Teil, um den es beim Bonus-Pool geht.
Wiederkehrende Bonus-Aufgaben
Bonus-Aufgaben können sich wiederholen wie Pflichtaufgaben. Eine wiederkehrende Bonus-Aufgabe erscheint zu ihrem Rhythmus neu im Pool, statt einmalig zu verschwinden.
Das ist der Weg für alles, was regelmäßig anfällt, aber niemandem fest zugewiesen ist: Der Pool füllt sich montags von selbst wieder, ohne dass ihr daran denken müsst.
Fälligkeit — meistens keine
Bonus-Aufgaben bekommen standardmäßig kein Zieldatum. Das Kind sieht „Schnellstmöglich" statt eines Datums, und die Aufgabe wird nie als überfällig markiert.
Das passt zur Natur der Sache: Eine freiwillige Aufgabe, die überfällig werden kann, ist keine freiwillige Aufgabe mehr. Wollt ihr trotzdem eine Frist — etwa für eine Aufgabe, die nur bis zum Wochenende Sinn ergibt — lässt sich eine setzen, und mit „verfügbar bis" begrenzt ihr stattdessen, wie lange sie überhaupt im Pool liegt.
Filter im Eltern-Bereich
Wächst der Pool, hilft die Filterleiste: Tippt ihr auf eine Person, seht ihr nur deren Aufgaben. Daneben lässt sich nach Zustand filtern — was im Pool liegt, was gegriffen ist, was als Entwurf wartet.
Grenzen im Free-Modus
Der Bonus-Pool fasst ohne Premium 5 Einträge — einmalige und wiederkehrende Bonus-Aufgaben zusammengezählt. Nicht mitgezählt wird, was Kinder bereits gegriffen oder erledigt haben; das Limit betrifft, was gerade im Pool liegt.
Mehr dazu unter Premium und die Free-Limits.
Noch keine App?
PiggyTask ist kostenlos nutzbar: Aufgaben anlegen, Kinder sammeln Münzen und leveln ihren Avatar hoch. Für iOS, Android und Amazon Fire.
PiggyTask kostenlos startenKurz gefragt
Warum kann mein Kind nur zwei Bonus-Aufgaben gleichzeitig offen haben?
Damit der Pool ein Angebot bleibt und kein Vorrat zum Horten. Wer sich zehn Aufgaben greift und keine davon erledigt, blockiert sie für die Geschwister und verliert selbst den Überblick.
Kann ich eine Bonus-Aufgabe für ein bestimmtes Kind reservieren?
Ja — unter „Für wen?" legt ihr fest, welche Profile die Aufgabe überhaupt sehen. Nur diese können sie greifen.
Was passiert mit einer Bonus-Aufgabe, die niemand nimmt?
Sie bleibt im Pool liegen. Bonus-Aufgaben haben standardmäßig kein Zieldatum und werden nie überfällig — sie sind ein Angebot, keine Erwartung.